POP 55 – Müssen Christen leiden? Teil 2

BCT Podcast

CCLM - Christus Centrum Limburg
POP 55 - Müssen Christen leiden? Teil 2
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Shownotes

POP 55 – Müssen Christen leiden?  vom 05.06.2020

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1. Thema des Tages – Müssen Christen leiden?

Ein Witz zu Beginn:

Ein Pastor geht zum Friseur. Dieser schimpft, dass es wohl keinen Gott geben könnte in dieser Welt. Wenn es Gott gäbe, wie könnte es dann sein, dass so viele Menschen krank sind!? Der Pastor schweigt, will keinen Streit, verschweigt auch seinen Beruf. Als er fertig ist, läuft er in die Stadt. Dort sieht er einen Obdachlosen und hat eine Idee. Er sagt zu ihm, ob er sich schnell mal 20€ verdienen will. Na, klar, wie denn?! Einfach mitkommen. Gesagt, getan. Der Pastor geht mit ihm zurück zum Friseurladen, reisst die Tür auf und schreit: “Ich glaube nicht an Friseure! Die kann es gar nicht geben! – Wieso? – Na, wenn es Friseure gäbe, wie könnte es dann so einen hier geben!”Ja, Moment mal, der ist ja auch noch nie zu mir gekommen, um sich die Haare schneiden zu lassen!Ja, sagt der Pastor, genauso ist das auch mit Gott!
  • Frage 1: Müssen Christen leiden? Damit haben wir uns gestern befasst und in der Bibel dafür Beispiele gefunden.
  • Frage 2: Ist Krankheit das Leiden des Christen? Auch diese Frage haben wir gestern untersucht und verneint! Krankheit ist nie Gottes Wille für uns und wir sollten sie nicht akzeptieren!
  • Frage 3: Welches Leiden ist dann gemeint?
  • 1. Petrus 2, 9 – 24 (NGÜ): „Ihr jedoch seid das ´von Gott` erwählte Volk; ihr seid eine königliche Priesterschaft, eine heilige Nation, ein Volk, das ihm allein gehört und den Auftrag hat, seine großen Taten zu verkünden – die Taten dessen, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat. 10 Früher wart ihr nicht ´Gottes` Volk – jetzt seid ihr Gottes Volk. Früher wusstet ihr nichts von seinem Erbarmen – jetzt hat er euch sein Erbarmen erwiesen. Unser Stand und unser Auftrag!

11 Liebe Freunde, ihr seid nur Gäste und Fremde ´in dieser Welt`. Deshalb ermahne ich euch, den selbstsüchtigen Wünschen der menschlichen Natur nicht nachzugeben, denn sie führen einen Krieg gegen eure Seele. Aufruf zum Wandel im Geist

12 Ihr lebt unter Menschen, die Gott nicht kennen. Führt darum ein vorbildliches Leben! Sie mögen euch zwar verleumden und als Übeltäter hinstellen, doch wenn sie all das Gute sehen, das ihr tut, lassen sie sich vielleicht eines Besseren belehren und werden das dann zur Ehre Gottes auch anerkennen, wenn er am Tag des Gerichts Rechenschaft von ihnen fordert. 

Predige durch Dein Leben

13 Ordnet euch um des Herrn willen allen Institutionen unter, die in dieser Welt Macht ausüben – sowohl dem Kaiser, der das höchste Amt bekleidet, 14 als auch den Gouverneuren, die von ihm eingesetzt sind und deren Auftrag es ist, die Übeltäter zur Rechenschaft zu ziehen und denen die Anerkennung auszusprechen, die tun, was gut und richtig ist. 

Respektiere und ehre Autorität aus Liebe zu Gott

15 Denn Gott will, dass ihr durch ein vorbildliches Verhalten das törichte Gerede derer zum Verstummen bringt, die euch aus Unwissenheit verleumden. 

16 Ihr seid freie Menschen. Doch missbraucht eure Freiheit nicht als Deckmantel für Böses, sondern zeigt ´durch die Art und Weise, wie ihr mit eurer Freiheit umgeht,` dass ihr Diener Gottes seid. 17 Begegnet allen Menschen mit Achtung, liebt eure Glaubensgeschwister, habt Ehrfurcht vor Gott, achtet den Kaiser! 

Unser Verhalten redet laut. Der freiwillige Verzicht auf Dinge und unser respektvoller Umgang mit allen Menschen spricht Bände

18 Ihr Sklaven, ordnet euch euren Herren unter und erweist ihnen uneingeschränkten Respekt – nicht nur den guten und freundlichen, sondern auch denen, die sich niederträchtig verhalten. 19 Es verdient nämlich Anerkennung, wenn jemand, der zu Unrecht leidet, sein Leiden geduldig erträgt, weil er entschlossen ist, Gott treu zu bleiben. 

Leiden am Arbeitsplatz. Wir ehren Gott, wenn wir Unrecht ertragen

20 Oder hättet ihr irgendeinen Grund, stolz zu sein, wenn ihr wegen einer Verfehlung bestraft werdet und die Schläge standhaft ertragt? Aber wenn ihr leiden müsst, obwohl ihr Gutes tut, und dann standhaft bleibt – das findet Gottes Anerkennung, 21 denn dazu hat er euch berufen.

Unrecht zu erfahren und geistlich damit umzugehen erfährt Gottes Anerkennung. Denn das hat Jesus uns vorgelebt.

Auch Christus hat ja für euch gelitten und hat euch damit ein Beispiel hinterlassen. Tretet in seine Fußstapfen und folgt ihm auf dem Weg, den er euch vorangegangen ist –

22 er, der keine Sünde beging

und über dessen Lippen nie ein unwahres Wort kam;

23 er, der nicht mit Beschimpfungen reagierte, als er beschimpft wurde,

und nicht ´mit Vergeltung` drohte, als er leiden musste, sondern seine Sache dem übergab, der ein gerechter Richter ist; 

24 er, der unsere Sünden an seinem eigenen Leib ans Kreuz hinaufgetragen hat,

sodass wir jetzt den Sünden gegenüber gestorben sind und für das leben können, was vor Gott richtig ist.

Ja, durch seine Wunden seid ihr geheilt. 

  • Frage 4: Und was ist mit dem Leiden von Paulus, insbesondere dem sogenannten Dorn im Fleisch?

Apostelgeschichte 9, 16:

„Und ich will ihm zeigen, wie viel er ´von jetzt an` um meines Namens willen leiden muss.«“

Das sind die Worte Jesu, aber Paulus litt nicht an einer Krankheit. Und hier entsteht meistens Verwirrung. Was waren die Leiden des Paulus? Wir finden die Antwort im 2. Korintherbrief:

2. Korinther 6, 4 – 5: „In allem empfehlen wir uns als Diener Gottes: wenn unbeirrte Standhaftigkeit gefordert ist, wenn wir in Nöte, Bedrängnisse und ausweglose Lagen geraten, 5 wenn wir ausgepeitscht werden, wenn man uns ins Gefängnis wirft, wenn wir uns einer aufgehetzten Menge gegenüber sehen, wenn wir bis zur Erschöpfung arbeiten und wenn wir ohne Schlaf und ohne Essen auskommen müssen.“

Gleiches findest Du in 2. Korinther 11, 23 – 28:

  • Im Gefängnis
  • Ausgepeitscht
  • Morddrohungen erhalten
  • Gesteinigt
  • Schiffbruch erlitten
  • Beschwerliche Reisen
  • Gefahren durch Wegelagerer u.a.
  • Druck durch die Sorge um alle Gemeinden
  • Hunger und Durst gelitten
  • Falsche Brüder
  • Der Dorn oder Pfahl im Fleisch

2. Korinther 12, 7 – 10: „Und damit ich mich wegen der außerordentlichen Offenbarungen nicht überhebe, wurde mir ein Pfahl fürs Fleisch gegeben, ein Engel Satans, dass er mich mit Fäusten schlage, damit ich mich nicht überhebe. 8 Seinetwegen habe ich dreimal den Herrn gebeten, dass er von mir ablassen soll. 9

Und er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft wird in der Schwachheit vollkommen! Darum will ich mich am liebsten vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft des Christus bei mir wohne. 10

Darum habe ich Wohlgefallen an Schwachheiten, an Misshandlungen, an Nöten, an Verfolgungen, an Ängsten um des Christus willen; denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.“

skolops; ein spitzes Stück Holz, daher: der Spitzpfahl oder Stachel; ansonsten aber: der Dorn bzw. allgemein: ein lästiger Fremdkörper. 

Paulus gebraucht das Wort hier nicht mit der Bedeutung von »Pfahl«, sondern von Dorn oder Stachel. Es gibt alle möglichen Vermutungen darüber, was Paulus mit dem Dorn gemeint haben könnte. 

Zum Verständnis entscheidend ist aber, dass es sich um ein Sprachbild handelt, dass überall in der Bibel, wo es gebraucht wird auf menschliche Feinde beziehungsweise allgemein auf Menschen Bezug nimmt, nicht auf körperliche Schmerzen oder Gebrechen

4. Mose 33, 55: „Wenn ihr aber die Einwohner des Landes nicht vor eurem Angesicht vertreiben werdet, so sollen euch die, welche ihr übrig bleiben lasst, zu Dornen werden in euren Augen und zu Stacheln in euren Seiten, und sie sollen euch bedrängen in dem Land, in dem ihr wohnt.“

 (vgl. auch Jos 23,13; Ri 2,3, sowie Hes 2,6; 28,24; Hoh 2,2; Mt 7,16).

Mit Luther glaube ich, dass damit der Widerstand und die Verfolgung bezeichnet werden, denen sich Paulus ausgesetzt sah, den ständigen Kampf mit seinen Widersachern, die sein Werk zunichte zu machen versuchten. (NTR2015)

Vielleicht hatte Paulus einen „Stalker“, eine Person, die vom feind gebraucht wurde, um Paulus das Leben schwer zu machen. 

»übel misshandle« ist kolaphizō; misshandeln; jemanden mit der Hand ins Gesicht schlagen, jemanden mit der Faust schlagen, gewalttätig, beleidigend oder verächtlich behandeln. Das Wort erscheint fünfmal im NT; Mt 26,67 u. Mk 14,65 reden vom buchstäblichen Schlagen des Angesichts Jesu durch römische Soldaten. Damit ist auch die eigentliche Bedeutung des Wortes definiert; es meint Schläge (ins Gesicht), eine damals übliche Form der Strafe und/oder Demütigung. Paulus gebraucht das Wort nur an einer anderen Stelle, in 1 Kor 4,11 und auch dort wird es im Sinne von Misshandlung durch Menschen verwendet. Auch in 1 Petr 2,20 ist von körperlicher Misshandlung die Rede. Es kann als sehr unwahrscheinlich angesehen werden, dass Paulus das Wort hier in einer bildhaften Weise für die Auswirkungen einer Krankheit verwendet. 

  • Hosea 4:6: „Mein Volk stirbt aus Mangel an Erkenntnis. …“

Wir müssen unterscheiden zwischen dem Beispiel Christi im Leiden und dem Stellvertretungswerk Christi im Leiden. 

Er litt, damit wir nicht leiden müssen. Andererseits jedoch erleiden wir Verfolgung. Menschen werden über dich sprechen; sie werden dich schmähen.

2. Übergabegebet

Bete folgendes Gebet um Jesus Dein Leben zu geben und ihm ab heute nachzufolgen:

Herr Jesus, ich glaube, dass Du Gottes Sohn bist. Ich glaube, dass Du auch für meine Sünden und Fehler am Kreuz gestorben bist. Darum bitte ich Dich: Vergib mir alle meine Lebensschuld. Ich entscheide mich, Dir, Jesus, nachzufolgen. Von heute an, bis zu meinem letzten Atemzug und dann in Ewigkeit. Sei der Herr meines Lebens.

3. Abschluss

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Gewinnspiel: 2 x Film „Woran glaubst Du?“ und 1 Eimer Milka

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Sieh oder höre Dir hierzu unbedingt folgende Predigten an (einfach draufklicken): 

·       Frei von Furcht! – Bernd C.

·       Im Bund mit Gott – Bernd C.

Egal was gerade so los ist, verliere die eine große Wahrheit nie aus Deinen Augen: Gott ist Schuld an allem Guten in Deinem Leben!