Ghana-Mission 2004


Pastor Bernd C. Trümper & Thomas H.
Als ich am 27. Februar diesen Jahres von unserem Pastor gefragt wurde, ob ich ihn auf einer Reise nach Ghana begleiten würde, jubelte mein Herz. Ich wusste nicht, was dort auf mich zukommen würde, empfand es aber als eine Gebetserhörung. Bereits in den neunziger Jahren war ich an mehreren Missionseinsätzen in Rumänien beteiligt und schon damals hatte Gott mein Herz für den Dienst in anderen Ländern entzündet.


Während meiner Vorbereitungen beschäftigte ich mich intensiv mit dem Land und der Kultur. Sehr schnell musste ich feststellen, dass Ghana nicht Rumänien ist, und die Herausforderung, in dieses Land zu reisen, immer größer wurde. Am Ende blieb mir nur noch die Gewissheit, dass diese Reise Gottes Plan war.

Am 22. April startete unsere Maschine um 12:30 Uhr in Frankfurt, wegen technischer Probleme jedoch mit einer Stunde Verspätung. Nach einem Zwischenstopp in Lagos / Nigeria, landeten wir dann gegen 18:30 Uhr (20:30 Uhr MESZ) in Accra, der Hauptstadt von Ghana. Die Einreiseformalitäten wurden dann recht schnell erledigt und wir traten aus dem Flughafengebäude. Wir wussten zwar, dass wir abgeholt werden, aber wir wussten nicht wie und von wem. Vor dem Flughafen waren hunderte Menschen, die alle auf Reisende warteten und für uns alle gleich aussahen. Taxifahrer boten ihre Dienste an, welche wir aber dankend ablehnten. Da hörten wir plötzlich Rufe, wie: „Reverend, Reverend", „Welcome" und „God is great, halleluja", und wir wussten: „Da sind wir gemeint". Eine Gruppe von Männern begrüßte uns aufs Herzlichste und befreite uns gleich von unserem Gepäck. Es bereitete mir schon ein etwas mulmiges Gefühl, als mir von wildfremden Männern mein Gepäck abgenommen wurde, wäre es doch vom Wert her für den einen oder anderen ein gutes Jahreseinkommen gewesen. Doch diese Befürchtung war natürlich unbegründet, handelte es sich doch bei diesen Männern um Pastoren und Leiter.

Chances Hotel in Ho
Gegen 19:30 Uhr (21:30 Uhr MESZ) brachen wir dann endlich in Richtung Ho auf. Ho ist die Regionalhauptstadt der Volta Region, nahe der Grenze zu Togo. Ich hatte diese Fahrt (ca. 180 km) mit etwa zwei Stunden veranschlagt, da wir aber bereits eine Stunde benötigten, um aus Accra herauszukommen, die Straßen höhere Geschwindigkeiten in der Nacht nicht zuließen und wir durch mehrere Polizeikontrollen aufgehalten wurden, war das natürlich nicht mehr realisierbar.

Um 22:00 Uhr (0 Uhr MESZ) kamen wir dann in Ho an. Doch die Fahrt ging am Hotel vorbei, direkt in die Gemeinde, wo noch die große Eröffnungsveranstaltung lief. Wir wurden mit viel Ehren empfangen. Bernd wurde gebeten, ein Grußwort an die Gemeinde zu richten und ich durfte für das Seminar und die vor uns liegenden Tage beten. Danach wurden wir dann zum Hotel (zum Glück mit Klimaanlage) gefahren und gegen 23:30 Uhr (01:30 Uhr MESZ) fielen wir geschafft in unsere Betten.

Seminarteilnehmer
Am nächsten Morgen wurden wir dann gegen 9:30 Uhr zur ersten Veranstaltung vom Hotel abgeholt. Die Gemeinde war mit ca. 100 Menschen, überwiegend Pastoren und Leiter, gut besucht. Sie waren zum Teil aus entfernten Gebieten des Landes und sogar aus dem Nachbarland Togo angereist, um dieses Seminar zu besuchen. Ihre offene und freundliche Art, sowie ihre Erwartungshaltung in das Wirken Gottes beeindruckte mich sehr. Bereits nach der ersten Veranstaltung erlebten die Menschen nach Gebet unter Handauflegung Gottes Eingreifen in ihren Nöten und Problemen. So kam zum Beispiel ein Pastor mit seiner etwa 10-jährigen Tochter nach vorn zur Bühne und bat um Gebet für Heilung, da das Mädchen an Malaria erkrankt war und sehr hohes Fieber hatte. Gemeinsam legten wir Hände auf und glaubten Gott für eine übernatürliche Heilung. Bereits zur Abendveranstaltung gaben sie Zeugnis vom Eingreifen Gottes. Das Fieber und alle Symptome waren verschwunden. Alle Ehre sei dem Herrn! Die Mittagsveranstaltung musste ich leider im Bett verbringen, da mich der Klimawechsel doch stärker in Mitleidenschaft gezogen hatte. Am Abend war ich aber wieder fit.

Abendveranstaltung im Freien,
kurz vor dem Stromausfall
Die Abendveranstaltungen wurden dann im Freien abgehalten. Als wir ankamen, war der Platz bereits mit etwa 250 bis 300 Menschen gefüllt, die mit sehr lauter, für unsere europäischen Ohren gewöhnungsbedürftigen Musik, den Herrn anbeteten. Die Hingabe dabei. war sehr beeindruckend. Ganz besonders hat mich fasziniert, wie die Geschwister ihr Opfer gegeben haben. Mit Gesang und Tanz brachten sie es mit viel Freude nach vorn und legten es in die Opferkästen.

Kurz bevor Bernd mit seiner Predigt beginnen wollte, fiel der Strom aus und man sah die Hand vor Augen nicht mehr. Die ganze Stadt lag im Dunkeln. In Windeseile wurde eine Gaslaterne herbeigeholt und neben das Rednerpult gestellt. Man hatte den Eindruck, dass sich alle fliegenden Insekten aus dem Umfeld auf diese eine Lampe stürzten. Bernd tat mir leid, da er ja gleich dort stehen und predigen sollte. Doch nach wenigen Minuten war der Strom wieder da und ich konnte eine gewisse Erleichterung bei Bernd feststellen. Die Predigt zum Thema „Göttliche Heilung" war dann auch sehr gesalbt und wurde von den Menschen bereitwillig angenommen. Unzählige kamen nach der Botschaft zur Bühne um Gebet für Heilung zu empfangen. Der Ansturm war so groß, dass wir die anderen Pastoren bitten mussten, uns zu unterstützen. So konnte für jeden Einzelnen unter Handauflegung gebetet werden.

Kindersegnung
Sehr große Aufmerksamkeit widmete Bernd den Kindern. Er zeigte den Anwesenden die Wichtigkeit auf, Kinder zu segnen, da sie die nächste Generation sind und den Auftrag des Herrn, Jünger zu machen, weiterführen sollen. So wurden drei Jungen auf der Bühne stellvertretend für diese Generation von Bernd und Rev. James Zode gesegnet. Es war ein sehr bewegender Augenblick. Der Höhepunkt des Seminars, war der Sonntagabend. Nachdem alle Teilnehmer ein Zertifikat bekommen hatten, wurden Bernd und ich auf eine ganz besondere Art geehrt. Wir wurden von Rev. James Zode, dem Vorsitzenden vom ASKING AND RECEIVING GLOBAL PRAYER NETWORK, als „Honorary Member - Board of Directors" (Ehrenmitglied des Vorstandes) aufgenommen.

Von vielen Leuten bekamen wir Geschenke und positive Rückmeldungen. Eine Frau kam nach der Veranstaltung und gab jedem von uns ein Batiktuch, welches sie selbst als Dankeschön für unseren Dienst gefertigt hatte. Wir hatten mit ihr wegen einer Arbeit gebetet, da sie bereits seit mehreren Monaten arbeitslos war und keine Arbeit finden konnte. Am nächsten Tag ging sie wieder los, um eine Arbeit zu bekommen, aber diesmal glaubensstark und mit Gewissheit im Herzen, und der Herr beantwortete unser Gebet. Die Freude war riesig, denn jetzt kann sie ihre Kinder und ihre Familie wieder selbst ernähren.

Ehrung der Gäste
Der Leiter des Missionswerkes vor Ort, Rev. James Zode fasste die Rückmeldungen zahlreicher Pastoren wie folgt zusammen: „Wir haben durch diesen Dienst wichtige Schlüsselwahrheiten aus dem Wort Gottes entdeckt. Viele, für uns bis dahin verborgene Geheimnisse über erfolgreiche Leiterschaft haben wir kennen gelernt. Das wird unseren Dienst multiplizieren."

In den Tagen nach dem Seminar besuchten wir einige Pastoren und Leiter, sowie verschiedene Einrichtungen des öffentlichen Lebens, so zum Beispiel das Volta Regional Hospital in Ho. Der Leiter dieses sehr modernen Krankenhauses führte uns durch einige Abteilungen und wies auf Nöte und den Personalmangel im Gesundheitswesen von Ghana hin.

Noch vieles müsste hier berichtet werden, würde aber den Rahmen dieser Broschüre sprengen. Auch für das nächste Jahr wurden wir zu einem Seminar zum Thema „Biblischer Wohlstand" eingeladen.

Wir haben einen gesegneten Dienst getan.

Herzlichst, Thomas Hoffmann.


Besuch im Volta Regional Hospital
Plakate unserer Veranstaltungen hingen in der ganzen Stadt.


Links zum Thema


Missionsreise 2008
Vom 9. bis 16. April 2008 war Pastor Bernd mit drei Freunden einer Partnergemeinde aus Schottland als Missionare in Ghana unterwegs. Das Programm war vielseitig und anstrengend. Den Pastoren und den sieben neuen Gemeinden in Ghana, die durch den Dienst des CCLM in den letzten zwei Jahren dort entstanden sind, sollte gedient werden...
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Missionsreise 2006
Das Christus Centrum Limburg arbeitet bereits seit 2004 in Ghana/West Afrika. Dortige Pastoren und Kirchengemeinden werden durch uns unterstützt und gefördert. Als Gemeinde erleben wir die Zusammenarbeit mit Christen in Afrika als eine große Bereicherung, für die wir sehr dankbar sind.
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Missionsreise 2005
Seit zwei Jahren unterstützt das Christus Centrum Limburg finanziell und personell den Aufbau von Gemeinden in Ghana. Einheimische Pastoren, Gemeindeleiter und Mitarbeiter werden in Seminaren ermutigt, motiviert und erhalten ergänzende Lehreinheiten für ihren Dienst. Besonders im Vordergrund steht dabei das „Prinzip der 12“, ein Gemeinde-Modell, bei dem jeder Christ in einer vertrauensvollen Beziehung zu einem geistlichen Vater oder einer geistlichen Mutter stehen kann.
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